Königin von Saba – Therapie

Königin von Saba – Therapie

Weihrauch und Myrrhe waren nichtNaturheilpraxis Dr. Dirk Kuhlmann - Königin von Saba - Weihrauch zufällig ausgewählte Gaben, die die drei Heiligen Könige dem Jesuskind überbrachten. Ihre heilenden Eigenschaften wurden über Jahrhunderte gepriesen und werden auch heute noch zu vielerlei Zwecken verwendet.

Weihrauch ist auch unmittelbar mit den geheimnisvollen Geschichten aus 1.001 Nacht und der Königin von Saba verbunden. Der beste und wertvollste Weihrauch “wächst” im übrigen in unmittelbarer Nähe des untergegangenen Palastes der sagenumwobenen Königin von Saba. Dem Weihrauchhandel soll das Reich der Königin (1. Könige 10, 1-13 und 2. Chronik 9, 1-12) seinen phantastischen Reichtum verdanken.

Ein altes Heilmittel wird neu entdeckt

Weihrauch (Olibanum) gehört zu den ältesten bekannten Arzneimitteln. Für unterschiedlichste Anwendungen wurde vor allem das an der Luft getrocknete, gummiartige Harz, das auch im kultischen Zusammenhängen als Räucherdroge bekannt ist, verwendet. Als Medikament wird der Weihrauch bereits im antiken Ägyptischen beschrieben, aber auch in antiken griechischen, römischen, arabischen, indischen und mittelalterlichen europäischen medizinischen Schriften gehört er zu den am häufigsten empfohlenen Heilmitteln bei einer Vielzahl von Erkrankungen. Weihrauch fand als Wundheilungsmittel und Gegengift, als Arznei gegen Krebs, Frauenleiden, Syphilis, Rheuma, Atemwegs- und Baucherkrankungen Anwendung; es gibt kaum einen Bereich der Heilkunst, indem er nicht äußerlich oder innerlich eingesetzt worden wäre. Nicht nur Hippokrates, Dioskurides und Galen, die großen Ärzte der Antike, benutzten häufig Weihrauch zur Therapie, auch die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen (1089 – 1179) wusste von seiner Heilkraft zu berichten. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Weihrauch als Medizin in Europa weitgehend in Vergessenheit geraten.

Weihrauch in meiner Praxis

In meiner Praxis hat der Weihrauch als Heilmittel eine nicht mehr wegzudenkende Stellung in einigen wichtigen Anwendungsgebieten und Therapiekonzepten bekommen. Auf Grund der historischen Nähe des Weihrauchs zur Königin von Saba habe ich meiner Weihrauchtherapie den internen Arbeitstitel „Königin von Saba – Therapie“ gegeben.

Was ist Weihrauch?

Weihrauch ist das Harz von Weihrauchbäumen oder Weihrauchsträuchern. Weihrauch gehört zu den Balsambaumgewächsen, die in der Rinde aromatischen Balsam verbergen, welcher sich aus einer Mischung von Harz und ätherischen Ölen zusammensetzt. Daher findet man auch für Weihrauch die Bezeichnung Olibanum, das sich aus dem arabischen Wort Luban für Milchsaft ableitet.

Weihrauch ist das Harz eines Baumes (Boswellia), der in verschiedenen Unterarten in Ostafrika und Indien wächst. Das Verbreitungsgebiet dieses Baumes, der das trocken-heisse Klima bevorzugt, liegt vorwiegend in der Gegend um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Jemen, Oman). Die wirksamen Bestandteile des Weihrauchs sind vor allem im Harz des Baumes enthalten. Es wird gewonnen, indem die Rinde angeritzt und einige Zeit später die Harztränen gesammelt werden. Aus dem trockenen Harz werden dann Arzneimittel gewonnen.

Traditionelle Anwendung

In der traditionellen Medizin des Vorderen Orients und Indiens (AyurvedischenMedizin) ist Weihrauch fast gegen alles wirksam: Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen, Atemwegserkrankungen, Leberentzündungen, Hauterkrankungen, Krebs, Warzen, Schmerzen und vieles mehr.

Für eine Reihe von entzündlichen Erkrankungen (rheumatische Erkrankungen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa u.a.) existieren klinische Studien, die einen entzündungshemmenden Effekt von Weihrauch bestätigen. Es liegen Berichte und kleine Studien vor, die eine Wirkung bei Multipler Sklerose und Hirntumoren vermuten lassen. Bis jetzt ist aber die Anzahl der Studien zu klein, um die Wirkung von Weihrauch zu beurteilen.

Einige der Inhaltsstoffe des Harzes entfalten eine außerordentlich starke entzündungshemmende Wirkung!

Da Entzündungen bei höchst unterschiedlichen Krankheitszuständen vorkommen, könnte sich so die vielfältige Wirkung des Präparates erklären.

In letzter Zeit wurden vor allem folgende Krankheiten erfolgreich mit Weihrauch behandelt:

  • Chronische Polyarthritis und Weichteilrheuma
  • Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Schleimhautentzündungen
  • Asthma bronchiale
  • Schuppenflechte
  • Bestimmte bösartige Tumore wie Glioblastome und Astrocytome

Weihrauch und moderne Wissenschaft

Die westlich orientierte, medizinische Weihrauchforschung ist noch jung. Im Orient wird Weihrauch in der ayurvedischen Medizin aber schon sehr lange mit Erfolg eingesetzt. Dabei scheinen sich die guten Resultate der Weihrauchtherapie auch wissenschaftlich zu erhärten. Weihrauch hemmt die Bildung von sogenannten Entzündungsmediatoren, welche bei der Entstehung von Erkrankungen wie Polyarthritis, Asthma und gewissen entzündlichen Darmerkrankungen eine Verursacherrolle spielen. Dabei wirkt Weihrauch nicht spontan schmerzlindernd oder abschwellend, sondern hemmt mittelfristig die Entstehung von Entzündungen. Dies ist bei der therapeutischen Anwendung insofern zu beachten, als dass die Wirkung in der Regel erst nach ca. 2 bis 4-wöchiger Anwendung eintritt. Weihrauch eignet sich deshalb insbesondere für die Basistherapie beim entzündlich rheumatischen Formenkreis, welche bei Bedarf vom Arzt mit Schmerzmitteln oder Steroiden ergänzt wird. In den bisher mit Weihrauch durchgeführten medizinischen Rheuma-Studien hat sich herauskristallisiert, dass durch die Langzeitanwendung von Weihrauch, herkömmliche Schmerzmittel eingespart werden können. Weihrauch scheint dabei eine gut verträgliche Substanz zu sein. Dies wird in verschiedenen Untersuchungen immer wieder hervorgehoben. Insgesamt darf man gespannt sein, was die Weihrauch-Forschung in den nächsten Monaten und Jahren für weitere Erkenntnisse mit sich bringt.

Wie wirkt Weihrauch?

Neben zahlreichen anderen Substanzen (z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe usw.) enthält der Weihrauchharz 5- 8% Boswelliasäuren. Von den Boswelliasäuren ist bekannt, dass sie entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkungen haben. Entzündungen sind gekennzeichnet durch Rötung, Schwellung, Ödembildung, Wärme und gestörte Organfunktion. Sie werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht. Dieses Enzym veranlasst die Bildung von sogenannten Leukotrienen. Das sind körpereigene Stoffwechselprodukte, die für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich sind. Entzündliche Erkrankungen sind daher mit einer erhöhten Leukotrien-Bildung im Organismus verbunden. Gelingt es, die übermässige Produktion von Leukotrienen im Körper zu stoppen, so bilden sich die chronischen Entzündungen zurück. Die Leukotrien-Produktion wird durch ein bestimmtes Enzym veranlasst. Inaktiviert man dieses Enzym, können keine Leukotriene entstehen. Genau dies tun nun die Boswellia-Säuren: Sie hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipoxygenase.

Orandum est ut sit mens sana in corpore sano

(Wir müssen für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper beten)

- Juvenal, Satura X / 356 -