Biologische Krebsmedizin

Biologische Krebsmedizin

Die Forschungen laufen auf Hochtouren, aber dennoch gehört „Krebs“ bei vielen Menschen zu den meist gefürchteten Diagnosen. Betroffene erahnen, dass ihnen eine langwierige und auslaugende Therapie bevorsteht. Sie haben Angst und spekulieren über Heilungschancen, sodass sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch stark herausgefordert werden.

Die Schulmedizin sagt dem Krebs durch Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung den Kampf an und versucht damit die Krebszellen zu eliminieren. Da es schwierig ist, unerwünschte Zellen gezielt abzutöten, werden häufig auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft gezogen, sodass der Patient oft mit vielen Nebenwirkungen konfrontiert wird.

Die Biologische Krebsmedizin umfasst nicht nur die alternative oder unterstützende Krebsbehandlung, sondern zeigt auch Möglichkeiten zur Vorsorge auf. Ist ein Krebs schon entstanden, richtet sich die Therapie nicht nur gegen die Krebszellen, sondern das Augenmerk liegt auf der individuellen Stärkung der körpereigenen Selbstregulation. Das Ziel ist es, der Krebszelle den Nährboden zu entziehen, ihre Vermehrung zu verhindern und schließlich den Selbsttod der Zelle (Apoptose) zu erwirken.

“Die eigenwillige Zelle”

Unser Körper besteht aus Billionen von Zellen und er funktioniert so gut, da jede dieser Zellen selbstlos ihre zugewiesene Arbeit ausführt und damit dem Organismus dient. Durch verschiedene Faktoren kann die Zelle allerdings aus ihrem Gleichgewicht gebracht werden, sodass sie ihre eigenen Bedürfnisse vor die des ganzen Organismus setzt. Sie versucht autonom und unabhängig vom Zellverband zu existieren.

Laut Otto Warburg (Warburg-Hypothese, 1924) ist dabei das Hauptbemühen der Zelle, ihren Stoffwechsel von einem aeroben auf einen anaeroben umzustellen. Das bedeutet, dass sie ihre Energie fortan nicht mehr aus der Sauerstoffverbrennung in den Mitochondrien bezieht, sondern ihren Bedarf vollständig durch die Vergärung von Glukose zu größtenteils Laktat (Milchsäure) deckt. Sie ist somit nicht mehr auf die Sauerstoffversorgung durch den Organismus angewiesen und der Mitochondrienstoffwechsel kommt zum Erliegen. Da die Mitochondrien eine wesentliche Rolle bei der Auslösung der Apoptose (Selbsttötung) spielen, erhöht die Krebszelle damit ihre Überlebenschancen, indem dfas natürlich vorgesehene letzte Sicherheitssystem schachmatt gesetzt wird. Das durch die Gärung gebildete Laktat wird an die Zellumgebung abgegeben und bildet einen regelrechten Film um die Zelle herum, was die Erkennung der Krebszelle durch das Immunsystem erschwert und somit ebenfalls dem eigenen Überleben dient. Darüber hinaus bricht das saure Laktat Kollagenstrukturen auf, die die Zellen im Zellverband halten. Krebszellen können sich also lösen und durch die Blutbahn in andere Gewebe wandern (Metastasen).

Krebstherapie in meiner Praxis

Ich biete in meiner Praxis neben allgemeiner Krebsvorsorge, vor allem eine unterstützende Begleitung durch die schulmedizinische Krebstherapie sowie auch eine regenerierende Nachsorgebehandlung an. Dabei geht es vornehmlich darum, den Körper in seiner eigenen Regulation zu unterstützen. Dies umfasst im Wesentlichen den Versuch, betroffene Zellen wieder in den aeroben Stoffwechsel zurückzuführen, das Immunsystem zu stärken sowie mit natürlich zytotoxischen Substanzen die Krebszelle von außen anzugreifen. Ich verfolge dabei keine feste Strategie, sondern passe meine Therapiemethoden individuell an die Situation an.

Therapiemethoden

Mitochondriale Medizin:

Da die Mitochondrien, wie bereits erläutert, im Krebsgeschehen eine tragende Rolle spielen, sind sie auch ein zentraler Ansatzpunkt für die Therapie. Das Ziel ist es, den Mitochondrienstoffwechsel wieder zu aktivieren. Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten. → „Energieräuber – Mitochondriale Medizin“

Eine meiner zentralen Therapiemethoden ist die orthomolekulare Infusionstherapie. Durch die gezielte Gabe von Makro- und Mikronährstoffen können Mangelzustände, die durch das Labor angezeigt wurden, schnell kompensiert werden.  „Orthomolekulare Infusionstherapie“

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT):

Eine gute Sauerstoffversorgung ist für jede Zelle wichtig, da sie diesen als Brennstoff für die Energieproduktion in den Mitochondrien dient. Sauerstoffmangel im Gewebe sorgt aber nicht nur für Erschöpfungszustände, sondern bietet auch den besten Nährboden für Krebszellen, da diese sich durch einen anaeroben Stoffwechsel auszeichnen.

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie zielt darauf ab durch die Gabe von spezifischen Medikamenten und durch das Einatmen von medizinischem Sauerstoff den Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes zu steigern und durch Belastungstherapie für eine bessere Ganzkörperdurchblutung zu sorgen.

Ozontherapie:

Bei der Ozontherapie das Blut des Patienten mit medizinischem Ozon versetzt, welches in der angemessenen Konzentration viele positive Wirkungen im Körper entfaltet. Vor allem wird die Zellmembran der roten Blutkörperchen durchlässiger für Sauerstoff, sodass diese den besser anreichern und im Körper verteilen können. → „Ozontherapie“

Dichloracetat (DCA):

Im anaeroben Stoffwechsel wird das durch Glykolyse entstandene Pyruvat nicht in die Mitochondrien eingeschleust, sondern im Zellplasma zu Laktat abgebaut. Dabei spielt das Enzym Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDK) eine entscheidende Rolle, das den Abbau zu Laktat fördert und in Krebszellen in hohen Konzentrationen vorkommt. Dichloracetat hat die Eigenschaft, dieses Enzym zu hemmen, sodass der Stoffwechsel wieder in den aeroben Bereich verschoben werden kann. Sobald die Mitochondrien wieder aktiv werden, erkennen sie die Entartung der Zelle und leiten die Apoptose ein (GERO`S international Medicine Report).

Organo-Therapie:

Durch die Gabe von biologisch aktivierten Zellextrakten (insbesondere des Thymuszell-Extraktes) wird das Immunsystem stimuliert, um die Abwehr gegen Krebszellen zu stärken. → „Organo-Therapie“

Misteltherapie:

Mistelextrakte enthalten Glykoproteine (Lektine) und sehr wirksame Eiweißsubstanzen, die zum einen zytotoxische und wachstumshemmende Eigenschaften auf eine Vielzahl von Tumorzellen besitzen und zum anderen verschiedene Immunzellen aktivieren.

Artenusat:

Artenusat ist ein pflanzliches Medikament, das aus dem Wirkstoff Artemisisin besteht. Dies ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der aus den Blättern und Blüten des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) gewonnen wird. Artemisinin geht eine oxidative Reaktion mit dem hochkonzentrierten Eisen in den Krebszellen ein, was zur Bildung von freien Radikalen führt, die die Krebszelle schädigen.

Vitamin-C-Hochdosis-Therapie:

Carstens-Stiftung Fördergemeinschaft Natur und Medizin:

„Studien belegen positive Effekte von Vitamin-C-Infusionen für Patienten. Besonders Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium haben wegen ihres schlechten Ernährungsstatus sowie der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie einen ausgeprägten Vitamin-C-Mangel zu beklagen. In der komplementären Krebstherapie wird deshalb Vitamin C, ob als Infusion oder Nahrungsergänzung, zur Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Patienten zugeführt. Die pharmakokinetischen Unterschiede zwischen der oralen und der intravenösen Hochdosis-Therapie sind jedoch immens. Insbesondere in Begleitung der konventionellen Tumortherapie kann die intravenöse Vitamin-C-Hochdosis-Therapie die Lebensqualität von Krebspatienten entscheidend verbessern.“

Literatur:

http://www.biologischekrebstherapie.net/

http://www.paracelsuspraxisklinik.de/biologische-medizin/krebserkrankungen/

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/hochdosiertes-vitamin-c-in-der-krebstherapie.html

Orandum est ut sit mens sana in corpore sano

(Wir müssen für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper beten)

- Juvenal, Satura X / 356 -